Public Climate School Augsburg – vom 22. bis 26. November 2021

Wir machen für eine Woche die Uni zur offenen Uni für alle. Professor*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen aus Augsburg und ganz Deutschland thematisieren in öffentlichen Vorträgen die Klimakrise aus vielen verschiedenen Blickwinkeln.

Der Eintritt ist frei. Es ergeht herzliche Einladung!

Die Public Climate School fand bundesweit bereits sechs Mal statt – in Augsburg im vergangenen November zum ersten Mal – und wurde mit dem K3-Preis für Klimakommunikation aus Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. Wir verweisen auch auf das Programm der PCS München und auf das bundesweite Live-Programm.


Die diesjährige Public Climate School soll die strukturelle Diskriminierung von FINTA* (Frauen, Inter-, Nonbinär, Trans- und A-geschlechtliche Personen) thematisieren.

Uns ist es wichtig nicht nur über den Klimawandel zu sprechen, sondern Klimagerechtigkeit zu thematisieren. Klimagerechtigkeit bedeutet die soziale Frage mitzudenken, denn die Auswirkungen der Klimakatastrophe betreffen strukturell diskriminierte Personen weitaus härter. Im alltäglichen Zusammenleben werden FINTA* strukturell diskriminiert und auch im bildungspolitischen Kontext ist die Ungleichbehandlung institutionalisiert. Erst seit 60 Jahren werden Frauen in Deutschland als Studierende anerkannt. Die einschlägigen Werke wurden bis zu dieser Zeit fast ausschließlich von männlichen Autoren verfasst. So ist die Fachliteratur in fast allen wissenschaftlichen Disziplinen auch heute immernoch extrem männlich geprägt. FINTA* fehlten meist die Möglichkeit wissenschaftliche Laufbahnen einzuschlagen und selbst die, die es taten, wurden nicht ernst genommen. In der wissenschaftlichen Welt gab es lange keinen Platz für FINTA*.

Heute sind Frauen an der Universität Normalität, aber während der Anteil der weiblichen Studierenden relativ ausgeglichen ist, stehen an der Universität Augsburg 165 Professoren nur 42 Professorinnen gegenüber - das ist ein Frauenanteil von knapp 20 Prozent. Mit steigender Karrierestufe nimmt der Anteil der Frauen ab. Das hat strukturelle Gründe: Die große berufliche Unsicherheit (hangeln von Zeitvertrag zu Zeitvertrag, ständige Umzüge innerhalb Europas), die mit einer akademischen Laufbahn einhergeht, betrifft in unserer aktuellen Gesellschaft FINTA*-Wissenschaftler*innen ganz besonders.

Die soziale Rolle der Frau lässt sich schwer mit einer wissenschaftlichen Karriere vereinbaren. Viele Akademikerinnen schieben wegen dieses Erwartungsdrucks ihren Kinderwunsch auf.

Außerdem bietet die männlich dominierte Professorengemeinschaft wenig Platz für FINTA*. Junge Wissenschaftlerinnen fühlen sich von ihrer Umgebung oft weniger motiviert, bekommen weniger persönliche Förderung und sind weniger gut vernetzt, fasst die Sozialwissenschaftlerin Dorothea Jansen ihre Erfahrung zusammen. Bei der Public Climate School im vergangenen Semester waren 80 % der Vortragenden cis-Männer.

Deshalb war es uns ein Anliegen, auf diese Thematik aufmerksam zu machen und vor allem FINTA* eine Bühne zu geben. Dies tun wir mit dem Ziel, etablierte Machtstrukturen aufzubrechen und Menschen, die nicht auf dieses Thema sensibilisiert sind, die Möglichkeit zu geben Einblicke zu gewinnen. Es ist von enormer Bedeutung zu verstehen, dass dies ein Problem ist, das alle etwas angeht, nicht nur die Betroffenen.

Diese Diskriminierung ist strukturell und hat somit Einfluss auf alle Bereiche unseres Lebens. Solche Strukturen aufzubrechen ist komplex. Die Veränderung alter Denkmuster muss durch die Umstrukturierung der Bildunginstitutionen erfolgen. Denn wir leben in einer Gesellschaft, die sexistische Strukturen reproduziert. Das beginnt bei der Sprache und endet in Femiziden.

Nur wenn wir anfangen die Ungleichberechtigung von FINTA* zu thematisieren, ist ein Wandel hin zu einer diskriminierungefreieren Welt möglich.

Soziale Medien: 💬 Telegram, 📸 Instagram @studentsforfuture_augsburg

An Universität und Hochschule

Genaue Raumangaben folgen später. Montag bis Donnerstag an der Universität Augsburg, Freitag an der Hochschule Augsburg.

Programmergänzungen und -änderungen sind möglich.

Montag (16.5.2022)
Natur & Mensch

Was bisher geschah…

12:15
D 2107
Mehr als 80% des weltweiten Energiebedarfs wird heute durch fossile Energieträger gedeckt. Um das Pariser Abkommen einhalten zu können und die Erde nicht extrem aufzuheizen, müssen wir das ändern - und zwar schnell. Wie schnell? Was müssen wir dafür tun? Und welche Möglichkeiten gibt es vor Ort? Dieser Vortrag versucht auf diese Fragen Antworten zu geben.
14:00
D 2126
Treibhauseffekt, CO2, Hockeystickkurve, Kippelemente, Eisbohrkerne und andere Klimaproxies: Um diese und andere Grundlagen der Klimakrise geht es in diesem Vortrag. Verständlich zusammengefasst und mit Überraschungen gespickt.
15:45
D 2106
Eine kleine Einführung in das Thema Environmental Racism. Um Mensch und Natur zu verstehen, müssen wir auch berücksichtigen, wie diese Interaktionen durch den institutionalisierten Rassismus beeinflusst werden.
17:15
C Hörsaal IV
Nach einer Einführung in die Thematik durch die bekannten Publizistin Ulrike Herrmann (Wirtschaftskorrespondentin der taz) folgt eine von ihr moderierte Podiumsdiskussion zum Thema Wachstum, mit Vertreter*innen der Jungparteien in Augsburg. Das derzeitige Wachstumsparadigma soll beschrieben und hinterfragt werden. Ist Wachstum wünschenswert? Ist Wachstum nötig? Ist Wachstum langfristig möglich?

Dienstag (17.5.2022)
Kultur & Mensch

Wo rasen wir hin?

11:00
N 1054
Klima-Angst und Klima-Resilienz: Der gesunde Umgang mit der Klimakrise. In diesem Workshop möchten wir uns darüber austauschen, welche Gefühle die Klimakrise in uns auslösen, welche Rolle und Funktionen die Gefühle dabei haben und welche Möglichkeiten und Strategien alle von uns haben, mit diesen zum Teil heftigen Gefühlen, die diese existentielle Krise auslösen kann, umzugehen.
14:00
D 4142
In einem 30-minütigen Vortrag mit anschließender 30-minütiger Diskussion stelle ich meine Forschungsergebnisse zur internationalen Debatte über das Thema Klimaflucht von 1985 bis heute vor. Ich arbeite dabei heraus, dass es drei „Phasen" der Debatte gab.

1. In der ersten Phase wurden Klimaflüchtlinge als Gefahr für die nationale Sicherheit der westlichen Industrieländer betrachtet. Dies alarmierte vor allem den Verteidigungssektor.

2. In der zweiten Phase gab es eine angeregte Debatte um ein mögliches Asylrecht für Klimaflüchtlinge. Es sollte also darum gehen, die betroffenen Menschen zu „retten".

3. In der letzten Phase dominierte eher ein Verständnis von Hilfe zur Selbsthilfe. Den vom Klimawandel stark betroffenen Menschen wurde geraten, sich „resilient" gegenüber den Klimafolgen zu machen und notfalls auch zu migrieren, um zu überleben.

Welche negativen Folgen diese drei diskursiven Rahmungen hatten und immer noch haben, erläutere ich u.a. unter Zuhilfenahme von Michel Foucault's Konzept der Gouvernementalität. Ich kontrastiere diese dominanten Diskurse mit der Sichtweise der von Klimafolgen Betroffenen und zeige auf, was diese tun, um sich zu wehren. Diskutieren möchte ich mit Ihnen über mögliche neue Sichtweisen auf das Problem der „Klimaflucht". Wie sollte es diskursiv gerahmt werden, um Betroffene zu empowern und andere Lösungen möglich erscheinen zu lassen?
15:45
D 4142
tba
17:15
C Hörsaal II
In diesem Beitrag wird untersucht, wie die Feuchtgebiete der Donau zu einem Schlachtfeld widersprüchlicher Ziele wurden, die von Regierungsbeamten, Wissenschaftlern und Dorfbewohnern verfolgt wurden. Als paradigmatische Schauplätze menschlicher Eingriffe in die Natur, können Flüsse und ihre Geschichte dabei in besonderem Maß zu einem besseren Verständnis für kurz- und langfristige Folgen von Umweltveränderungen beitragen.
18:30
C Hörsaal II
Im Rahmen der Public Climate School stellen filmmachende FLINTA*s aus Augsburg eine Auswahl an Kurzfilmen vor, die sie für das feministischen Stummfilmfestival LÄRMFILM gedreht haben. Das Festival wurde initiiert von Mehrfrau e.V. und bietet Künstler*innen die Möglichkeit, sichtbar zu machen, was FLINTA*s oft im Verborgenen erleben und leisten. Seid gespannt!

Mittwoch (18.5.2022)
Strukturelle Diskriminierung

Was ist Klimagerechtigkeit?

12:15
C Hörsaal II
When we talk about climate justice we tend to forget the humanity in it. There is no climate justice with the continued under looking and ignoring of colonialism, feminism, gender and children. Join me as we talk about the relationship between these topics.
14:00
C Hörsaal I
Trotz politischer Gleichstellungsbemühungen und des anhaltenden Wandels von Lebens- und Familienformen gilt Geschlecht nach wie vor - national wie international - als Faktor sozialer Ungleichheit. Im Rahmen dieses Workshops wollen wir diesen Umstand näher beleuchten und Geschlecht in Bezug zu anderen Ungleichheitskategorien setzen. Das Format kann (und will) lediglich Denk- und Diskussionsanstöße geben; für eine umfassende Abhandlung fehlt leider die Zeit. Dennoch sollen schlaglichtartig einige strukturelle Ursachen benannt und ausbuchstabiert werden.
16:00
C Hörsaal IV
Acht Jahre bis das CO2-Budget verbraucht ist – ändert sich nichts, überschreitet die Menschheit die 1,5-Grad-Grenze, also die Begrenzung der Erdaufheizung auf höchstens 1,5 Grad bis zum Jahr 2100. Doch nicht alle tragen gleichermaßen zu diesem Treibhauseffekt bei und nicht alle sind gleich von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie Geschlecht und Klima zusammenhängen, warum es beim Klimaschutz auch um Klimagerechtigkeit geht und, warum klimapolitische Lösungen feministisch sein müssen.
19:00
Annahof
(Veranstaltung von der Universität Augsburg in Kooperation mit dem Evangelischem Forum Annahof) Die historischen Verflechtungen von Kolonialismus und Versklavung mit dem Überseehandel seit der ‚frühen Neuzeit' prägen unsere ‚moderne' Gegenwart. Koloniale Spuren finden sich nicht nur im Augsburger Stadtbild, sondern sind auch prägend für das Selbstverständnis als Friedensstadt und die Erinnerungen an die Fugger und Welser. Daran erinnern verschiedene Aktivist*innengruppen und Wissenschaftler*innen seit geraumer Zeit. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie die Stadtgesellschaft den kolonialen Verflechtungen kritisch begegnen kann und wie koloniale Gegenwarten das gesellschaftliche Miteinander heute prägen. Diskutieren und reflektieren Sie mit uns, wie die Friedensstadt mit ihrem kolonialen Erbe umgehen kann und wie sich eine vielseitige Erinnerungskultur einrichten lässt, die den Ansprüchen historisch unbeachteter Perspektiven gerecht wird.
19:30
Klimacamp
(Veranstaltung vom und im Klimacamp) Herzliche Einladung zu einem gemütlichen Filmabend mit leckerem warmen veganem Essen :-)

Die Geschichte eines Walds, der für eine Kohlegrube gerodet werden sollte. Eines Walds, in den Klimaaktivist*innen zur Verteidigung einzogen. Eines Walds, der mit seinen Baumhausdörfern Freiraum und Bildungsraum wurde. Eines Walds, der von Laschet unter einem Vorwand geräumt werden sollte. Und vor allem: Die Geschichte eines Walds, der bleibt. 🌱

Die aktivistische Verteidigung des Hambacher Forsts war erfolgreich: Sechs Jahre nach der Initialbesetzung erklärte ein Gericht die Rodung für rechtswidrig (und letztes Jahr dann auch die Räumung).

Kommt gerne vorbei 👋 Nach dem Film gibt es genügend Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch: Wie sieht der Alltag in so einer Waldbesetzung aus? Was macht Waldbesetzungen so schön, egal ob mensch dort zwei Tage, zwei Wochen oder zwei Monate verbringt? Wo liegen die nächsten aktiven Waldbesetzungen?

Donnerstag (19.5.2022)
System change

Die Katastrophe wartet nicht bis dein Bachelor fertig ist…

11:00
Infostand
Rhythms of Resistance ist ein globales, dezentrales und basisdemokratisches Netzwerk aktivistischer Percussion-Bands. In Augsburg gibt es uns seit Anfang 2022. Willkommen sind alle, die Spaß an Trommeln haben, egal ob Anfänger*innen oder Profis. Neben dem Workshop wird es am Infostand Frühstück geben für alle!
14:00
C Hörsaal IV
Abstrakte Beschlüsse für den Klimanotstand oder Klimaneutralität reichen nicht aus – sie sind oft nur Lippenbekenntnisse. Setze stattdessen mit einem Bürgerbegehren in deiner Stadt Maßnahmen durch, die direkt Emissionen einsparen. So sorgst du dafür, dass Solaranlagen auf die Dächer kommen, Stadtwerke Ökostromversorger werden, grüne Fernwärme in die Heizungen fließt, fossile Kraftwerke abgeschaltet werden, mehr Busse und Bahnen zu günstigeren Tarifen fahren und weniger Autos den öffentlichen Raum besetzen. Wie das geht und welche Klima-Erfolgsgeschichten in Deutschland durch direkte Demokratie schon geschrieben wurden, erklärt Marie Jünemann von Mehr Demokratie e.V. in ihrem Workshop.
16:00
D 2126
Vom auf Bäume, Kirchen und Kräne klettern… Die Klimakatastrophe schreitet ungebremst voran, deshalb wechseln manche ihren Blickwinkel und machen Aktionen mit eher unüblichen Methoden. Wie Menschen kreativ, subversiv und manchmal auch in luftiger Höhe für eine bessere Zukunft kämpfen können wird in diesem Vortrag diskutiert.

Die Vortragende organisierte jüngst einen bundesweiten Autobahn-Aktionstag, brachte an der größten Barockkirche nördlich der Alpen ein riesiges CDU-kritisches Banner an und verteidigte in Ulm einen rodungsbedrohten Wald.
17:15
C Hörsaal I
In diesem Vortrag werden die Machtverhältnisse der Welt aus eine ökofeministischen und intersektionalen Perspektive beleuchtet. Wir sprechen über die Zusammenhänge patriarchaler Strukturen und der Klimakrise. Vor allem soll es aber um die praktische Anwendung eines gendergerechten Klimaaktivismus gehen, der über theoretische Systemkritik hinaus geht.
19:00
via Zoom
(Veranstaltung von Augsburg erdgasfrei) Um eine lebenswerte Zukunft sicherzustellen, muss Augsburg endlich seinen Teil dazu beitragen. Als drittgrößte Stadt Bayerns trägt Augsburg sehr große Verantwortung! Der bisherige Kurs reicht nicht, um rechtzeitig die Emissionen herunterzufahren. Wenn wir jetzt nicht handeln, kommen uns Klimawandel und Energiepreise teuer zu stehen. Zur Anmeldung
20:00
Brechtbühne
(Veranstaltung vom Staatstheater Augsburg, vorherige Anmeldung nötig) Die Art, wie wir leben, wird sich fundamental verändern. Bisherige Selbstverständlichkeiten in Umwelt, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technologie zerbröseln. Doch Maja Göpel macht in ihrem neuen Buch »Wir können auch anders« Mut:

Auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse verdeutlicht sie, wie wir solche komplexen Entwicklungen verstehen und dieses Wissen für eine bessere Welt nutzen können. Denn in der Geschichte hat es immer wieder Große Transformationen gegeben. Sie wurden von uns Menschen ausgelöst – also können wir sie auch gestalten. Und da jede Revolution mit gemeinsamem Singen beginnt, wird Maja Göpel den Abend gemeinsam mit der Musikerin Dota Kehr und Band gestalten.

Unterstützt werden sie dabei von den Augsburger Philharmonikern. Dota und ihre Band machen fulminant austarierten deutschsprachigen Pop mit Substanz. Sie setzt sich ein für Frieden, Nachhaltigkeit und eine bessere Gesellschaft, politisch, poetisch, humorvoll. Ihre welthaltigen Lieder handeln von der Divergenz des Lebens, in ihren klugen Texten gibt es keine Kritik, keine politische Spitze, ohne die eigene Befangenheit rücksichtslos mitzudenken.

Es ist Zeit, dass wir – jede:r Einzelne von uns, aber auch die Gesellschaft als Ganzes – uns erlauben, neu zu denken, zu träumen und eine radikale Frage zu stellen: Wer wollen wir sein?

Freitag (20.5.2022)
System change II

Klimagerechtigkeit ist Handarbeit…

11:00
Hochschule! C1.22 (alte Mensa)
Was bedeutet es ein durch die "Fabrikdisziplin" gelehrich gemachter Körper zu sein (Foucault)? Wo verstecken sich darin die "Mikrofaschismen" (Deleuze and Guattari)? Und was bedeutet es den eigenen "Geist" als vom Kapitalismus und Patriarchat kolonialisierten Raum zu entzwecken?

Der interaktive Vortrag befasst sich mit den alltäglichen Auswirkungen unterdrückerischer Systeme auf Körper und Psyche des Menschen als politisch geformtes Subjekt und sucht dabei nach positiven Ausblicken.
12:30
Hochschule! C1.22 (alte Mensa)
Das Klimacamp gibt es nun seit fast zwei Jahren. 24 Stunden, 7 Tage die Woche ist es zentraler Protestraum für Klimagerechtigkeit und Freiraum für die Augsburger Klimagerechtigkeitsbewegung. Eine Diskussionsrunde zwischen Pennerlager, Sperrmüllhaufen und Erregungskorridor: Was bringt eigentlich das Klimacamp?
14:00
Hochschule! C1.22 (alte Mensa)
Welchen Sinn hat es, beim Einkauf auf politische Prinzipien zu achten? Woher kommt überhaupt die Idee, der Kassenzettel sei eine politische Meinungsäußerung?

Mit Empathie für verschiedene Perspektiven und kritischer Analyse suchen wir Antworten auf diese Fragen. Konsumkritik kommt zwar alltäglich daher, bei näherem Hinsehen verstecken sich darin jedoch viele Grundlogiken der kapitalistischen Moderne. Sie zu durchblicken hilft uns, unsere Theory of Change weiterzuentwickeln und unser politisches Handeln besser auf systemische Veränderungen auszurichten.

18:00
Klimacamp
Gemeinsam mit dem Verein die tierbefreier*innen e.V. und weiteren Gruppen organisieren wir eine bundesweite Vortragstour 2022. Im Mittelpunkt der Tour stehen die Repressionserfahrungen gegen uns und wie wir uns als Bewegung mit den Aktivist*innen solidarisch zeigen können. In dem Vortrag werden Aktivistis unter anderem darlegen, wie die Besetzung ablief, wie die Prozesse bisher verliefen, welchen support wir erfahren haben und was die Repression für die Tierbefreiungs- und Klimagerechtigkeitsbewegung bedeutet. Außerdem soll es Raum für Fragen, Austausch und Diskussion geben.
20:00
City Club
Mit der feministischen Band Vulvastix lassen wir die Public Climate School musikalisch ausklingen. 💥💜🤸 Alles wozu Menschen tanzen können ist ein Rave! Join the movement and the groovement!
Ein Date, was wirklich was bringt